Neue arbeitsmarkt-politische Konzepte

Solidarische und sozialinvestive Arbeitsmarktpolitik.

Vorschläge des Arbeitskreises Arbeitsmarktpolitik
In der Studie der Hans Böckler Stiftung werden Reformvorschläge zur Arbeitslosenversicherung, Grundsicherung und zur beruflichen Weiterbildung vorgestellt. Empfohlen wird die arbeitsmarktpolitischen Ziele der beiden Rechtskreise SGB II und SGB III einheitlich auf die Ziele einer hohen Qualität von Beschäftigung und damit verbunden in die Investition der Fähigkeiten von Menschen durch Fort- und Weiterbildung auszurichten. Für bisher dauerhaft vom Arbeitsmarkt Ausgeschlossene müsse ein Sozialer Arbeitsmarkt mit stabilen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um gesellschaftliche Teilhabe zu sichern.
Abstract auf bildungsspiegel.de

DGB-Vorschläge für eine bessere Arbeitsmarktpolitik

Die DGB Broschüre "Perspektiven eröffnen – Sozialen Aufstieg ermöglichen – Schutz stärken" nimmt einige ausgewählte "Baustellen" der Arbeitsmarktpolitik in den Blick und zeigt auf, wo die soziale Absicherung von Arbeitslosen zu löchrig ist, mit welchen besonderen Problemlagen ältere, Langzeitarbeitslose, Menschen mit Behinderung sowie geflüchtete Menschen konfrontiert sind, und analysiert zudem die bestehenden Schwachstellen der aktiven Arbeitsförderung. Zu all diesen Themen schlägt der DGB konkrete Lösungen vor. Ziel ist, die Arbeitsmarktpolitik am Leitbild der "Guten Arbeit" auszurichten. Die in der Broschüre präsentierten Vorschläge zeigen, wie dieses Ziel umgesetzt werden kann.

Langzeitarbeitslose: DGB fordert Aktionsplan gegen Perspektivlosigkeit

Der Arbeitsmarkt brummt, die Zahl der Arbeitslosen sinkt. Doch wer länger als zwölf Monate arbeitslos ist, hat schlechte Karten: Von 1000 Langzeitarbeitslosen finden nur 14 im Folgemonat einen neuen Job, das sind weniger als noch vor ein paar Jahren. Die Politik muss dringend dafür sorgen, dass sich daran etwas ändert. Langzeitarbeitslosigkeit ist und bleibt ein strukturelles, vorrangig ökonomisch verursachtes Problem. Der Markt wird dieses Problem nicht lösen. Eine neue Bundesregierung ist daher dringend aufgefordert, den Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit zu machen.
- Die Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung, insbesondere solche, mit denen ein Berufsabschluss nachgeholt werden kann, müssen deutlich ausgeweitet werden.
- Langzeitarbeitslosen müssen öffentlich geförderte Arbeitsplätze angeboten werden, und zwar in Form regulärer Arbeitsverhältnisse.
- Das zwischen CDU/CSU und SPD in den Sondierungen vereinbarte Instrument “Teilhabe am Arbeitsmarkt für alle“ muss in diesem Sinn ausgestaltet werden.
- Zudem müssen Lücken in der sozialen Absicherung geschlossen werden, das Hartz-IV-System entlastet und den Jobcentern ausreichend Personal und Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden.
Ausführliche Infos und die Forderungen des DGB im arbeitsmarkt aktuell 2/2018

Vorschläge des DLT zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit

In den Vorschlägen zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit des Deutschen Landkreistages (DLT) werden vor dem Hintergrund einer immer noch großen Zahl an langzeitarbeitslosen Menschen zentrale Forderungen im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des SGB II gestellt. Außerdem werden die Herausforderungen durch Zuwanderung, Internationalisierung und Digitalisierung in den Blick genommen. Kern der vorgeschlagenen Maßnahmen ist, im Interesse der Leistungsberechtigten für ein flexibles Instrumentarium und ausreichende finanzielle Möglichkeiten sowie vor allem für geringere bürokratische Vorgaben für die Jobcenter einzutreten.
DLT Pressemitteilung vom 16.5.2017

DGB Reformkonzept zur geringfügigen Beschäftigung

Als sie eingeführt wurden, war das Ziel klar: Minijobs sollten Langzeitarbeitslosen und Wiedereinsteigern die Rückkehr in den regulären Arbeitsmarkt erleichtern. Diese Hoffnungen haben sich nicht erfüllt. Im Gegenteil: Statt einer "Brückenfunktion" entfalten die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse eine "Klebewirkung". Die Menschen hängen auf ihren Minijobs fest; nur wenige schaffen den Sprung in eine reguläre Teilzeit- oder Vollzeitstelle. Für die Beschäftigten sind Minijobs eine Sackgasse – und oft auch ein Weg in die Altersarmut.
Alle Infos und Hintergründe zum DGB-Reformkonzept